Austauschbesuch feiert Premiere

erschienen in "Die Glocke", 31.10.2018


    Eine Partnerschaft zwischen der Städtischen Gesamtschule Rheda-Wiedenbrück in der italienischen Schule „Liceo Darwin“ in Rivoli besteht seit dem Frühjahr. Nun findet der erste Besuch statt. Das Bild zeigt Marleen Junker, Projektleiterin Nicole Wasner, Charlotte Wortmann, Franka Walberg, Concetta Moraca und Laura Venzke mit der deutschen und italienischen Fahne als Zeichen der Verbundenheit. Dahinter sind Schüler zu sehen, die am Montagnachmittag letzte Instruktionen für die Fahrt nach Italien bekommen haben und lebhaft diskutieren. Bild: Leskovsek

   Rheda-Wiedenbrück (wl). 27 Schüler der Städtischen Gesamtschule Rheda-Wiedenbrück machen sich am kommenden Sonntag um 7:30 Uhr auf zu einer Busreise nach Italien. Nicht etwa, um dort Urlaub zu verbringen, sondern um die Sprache, die Menschen, die Kultur, den Schulalltag, den Lebensstil und vieles mehr kennenzulernen.

   Gegen 21 Uhr am Sonntagabend wird die Gruppe in Rivoli in Norditalien erwartet, und zwar von italienischen Schülern in ihrem Alter, die sich schon auf die Gäste aus Deutschland freuen.

   Seit Ende Mai ist die erste Partnerschaftskooperation mit einer Schule im Ausland und der Gesamtschule besiegelt. Nicole Wasner und ihre Kollegin Concetta Moraca leiten das Projekt und sind stolz darauf, dass schon nach so kurzer Zeit ein erster Schüleraustausch stattfinden kann.

   Die Partnerschaft sei eher zufällig durch ein privates Gespräch entstanden, berichtet Nicole Wasner. Auch die italienische Schule „Liceo Darwin“ in Rivoli bei Turin hatte sofort Interesse an der Verbindung, da dort Deutsch als Fremdsprache gelehrt wird. So reiste eine dreiköpfige Lehrerdelegation der Gesamtschule Ende Mai nach Rivoli und besiegelte mit einem Partnerschaftsvertrag die Kooperation.

   Ohne den unermüdlichen Einsatz der Leitungen der beiden Schulen wäre die anstehende Fahrt in so kurzer Zeit kaum möglich gewesen, zumal in Italien von Juni bis September Sommerferien sind. Wie es oft bei neuen Dingen ist, mussten die Beteiligten ziemlich spontan sein - und das waren die Schüler, Lehrer und Eltern auch.

   Die Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 16 Jahren freuen sich schon, auch wenn ein bisschen Aufregung mitschwingt. Schließlich gibt es keine Vorgänger, die eine Vorstellung davon geben könnten, was die Reisenden erwartet. Sie sind schließlich die ersten Austauschschüler. Sie werden privat wohnen und konnten im Vorfeld mit ihren zugewiesenen Austauschfamilien in Kontakt treten.

   Dass die einwöchige Reise für sie kein Dolce Vita wird, wissen die Jugendlichen. Sie nehmen am Unterricht teil und lernen auf diese Art das Schulleben in Italien kennen. Nachmittags unternehmen sie entweder etwas mit ihren Gastfamilien oder alle gemeinsam. Dann stehen Stadtführungen auf dem Programm, Museumsbesuche, eine Wanderung auf den Collina Morenica, der Moränenhügel von Rivoli-Avigliana, ein Kinobesuch, ein Ausflug nach Mailand, ein Workshop in einer Schokoladenfabrik und am Ende die Vorstellung der gemeinsamen Projekte, die jeweils ein deutscher und ein italienischer Schüler zusammen umsetzen werden. Ein Gegenbesuch der italienischen Lernenden ist für Ende Februar 2019 geplant.

 

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