Gesamtschüler filmen für Europa

erschienen in "Die Glocke", 24.01.2019

   Rheda-Wiedenbrück (wl). Als die Europäische Erklärung im Kreis Gütersloh jüngst mit einem Festakt im Kreishaus offiziell von den Bürgermeistern unterzeichnet worden ist, sind auch Jugendliche vertreten gewesen. Acht Mädchen und Jungen aus der Gesamtschule Rheda-Wiedenbrück, die sich in einer Europa-AG stark machen, durften ebenfalls ihre Unterschrift unter die Erklärung setzen.

   Junge Menschen erreichen und ihr Interesse für den Staatenverbund wecken, ist ein Ziel des Europainformationszentrums „Europe Direct" des Kreises Gütersloh. Die Gesamtschule Rheda-Wiedenbrück war sofort begeistert und nahm sich als einzige Schule im Kreis des Themas an. Sie verfügt über viele Arbeitsgemeinschaften. Darunter auch das Schülerlabor „Medien“. In Zusammenarbeit mit „Europe Direct“ Kreis Gütersloh und dem Zukunft durch Innovation (ZDI)-Zentrum Pro Mint (Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) GT haben die Schüler fünf Videos gedreht, wobei sie sich intensiv mit Europa beschäftigt haben. Sie widmeten sich den Aspekten Frieden, europäische Werte, globale Herausforderungen, Vielfalt und Völkerverständigung sowie europäischer Binnenmarkt. In den Workshops haben die jungen Menschen in Kleingruppen Ideen gesammelt, Drehbücher geschrieben und diese in Videoclips umgesetzt. Dabei stand ihnen der freiberufliche Kameramann Dennis Böddicker zur Seite. So lernten die Teilnehmer nicht nur viel über Licht, Blickwinkel und Kameratechnik, sondern sie erfuhren auch, wie man filmt, Menschen in Szene setzt, Gefühle verdeutlicht und wie man aus dem Gesamtmaterial einen schlüssigen zweiminütigen Kurzfilm zusammenschneidet.

   Für die projektleitenden Lehrer Nicole Wasner und Sascha Müller war es wichtig, dass viele Komponenten wie Berufsfindung, Europawissen und die Welt der Medien verknüpft wurden. Dabei seien die Schüler auch äußerst kreativ geworden. Beim Thema Binnenmarkt haben sie etwa zu Europakarte und Playmobilfiguren gegriffen. „Wir wollten alles möglichst einfach darstellen, so dass es jeder versteht und Europa greifbar wird“, sagte Teilnehmer Moritz. Gedreht wurde ausschließlich in der Schule. Zum Aspekt Frieden haben die jungen Filmer Europa mit einer Freundschaft verglichen. „Auch wenn man sich nicht immer auf Anhieb einig ist, kann man doch vieles klären“, erläuterte Lorena. „Am Ende vertragen wir uns wieder."

   Eine Woche lang haben die acht Schüler aus dem achten und dem zehnten Jahrgang an ihren Videos gearbeitet. Die Clips werden im Internet zu sehen sein. Die Lehrer waren stolz auf ihre Schützlinge. „Sie haben echt alles gegeben und waren am Ende der Woche auch mit Recht erschöpft“, berichtete Nicole Wasner. Vom Kreis gab es als Dankeschön Kinogutscheine.

 

 

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